Frage im Expertenforum Frühgeburt an PD Dr. med. Axel Hübler:

"Trauma" durch Magensonde/High Flow Brille

PD Dr. med. Axel Hübler

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Kinderarzt und Neonatologe

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Frage: "Trauma" durch Magensonde/High Flow Brille

Clex24

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Hallo,    Meine Tochter kam bei 31+4 per Vaginalgeburt zur Welt nach Blasensprung in 28+5. Sie war mit 1.700 g recht fit, musste auch nicht beamtet werden, hatte aber eine High Flow Brille und eine Magensonde. Die Magensonde hatte sie für ca 4 Wochen.  Sie hat sie sich sehr oft heraus gerissen, was vermutlich alle Babys machen.  Nun besteht das Problem,  dass sie sich wenn sie etwas stört und sie schreit immer über die Wangen bzw mittlerweile auch hinter den Ohren entlang kratzt, und zwar so tief, dass sie fast täglich blutet und tiefe Kratzer hat. Kann das von ihrer Vorgeschichte kommen? Ich habe die Vermutung,  dass sie sich damit regulieren will oder dieses Verhaltensmuster antrainiert hat, als würde sie die Schläuche entfernen wollen.    Wie ist Ihre Einschätzung und was kann man hier tun bzw wie kann man die Wunden versorgen, die ja immer wieder aufgekratzt werden? Die Fingernägel sind natürlich ordentlich geschnitten, sie hat aber so eine Spannung in den Fingern, dass sie dennoch gut kratzen kann. Sie ist mittlerweile fast 1 Jahr (unkorrogiert) und die Bewegunhen erscheinen nicht willkürlich wie beim Neugeborenen.  Danke!  


PD Dr. med. Axel Hübler

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Guten Tag,  das wiederholte Kratzen im Gesichtsbereich, welches ihre Tochter zeigt, kann durchaus mit den Erfahrungen der Atmungsunterstützung in den ersten Lebenswochen zusammenhängen. Darüber hinaus ist es auch möglich, dass Ihr Kind ein davon unabhängiges Kribbeln / einen Juckreiz verspürt. Hier wäre es auf jeden Fall empfehlenswert, einer / einem mit der Dermatologie (Hauterkrankungen) bzw. Allergologie erfahrenen Kinderärztin / Kinderarzt Ihre Tochter vorzustellen, damit konkrete Empfehlungen zur Hautpflege entsprechend des Befundes gegeben werden können.  Nun haben Sie aufgrund der medizinischen Ausnahmesituation gemeinsam mit Ihrer Tochter wahrscheinlich schwierigere erste Lebensmonate meistern müssen als junge Mütter / Eltern, deren Kinder sich bis zum errechneten Geburtstermin Zeit lassen. Diese erhöhte Mehrbelastung für Sie würde aus meiner Sicht beispielsweise die Inanspruchnahme einer Mutter-Kind-Kur als sinnvoll erscheinen lassen, wo Ihnen professionelle Bezuspersonen aus Physiotherapie, Logopädie und Psychologie Anleitungen und Tipps geben können, wie die eventuell antrainierten Verhaltensmuster bei Ihrer Tochter positiv beeinflusst werden können.  Alles Gute!


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