Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Nächtliches Dauerstillen und Spucken

Frage: Nächtliches Dauerstillen und Spucken

Kati612

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Hallo, mein Baby ist 12 Wochen alt und seit ca. 2 Wochen möchte es fast durchgängig nachts an die Brust zum trinken/beruhigen. Das hat aber auch zur Folge,dass er immer mehr spuckt und auch deshalb meiner Meinung nach unruhig schläft. Ich stille im Liegen,da ich sonst überhaupt keinen Schlaf mehr bekommen würde und deshalb machen wir nachts natürlich auch keine Bäucherchen. Er würde sonst auch schreien und erstmal nicht mehr in den Schlaf finden. Oft ist er auch sehr unruhig an der Brust und dockt sich immer wieder an und ab. Das haben wir seit neustem auch oftmals mittags,dann fängt er auch meistens noch an zu quängeln/weinen. Ich mache mir nun auch Gedanken, besonders mittags, dass er vllt zu wenig Milch bekommt. Da er mit nur 2800g auf die Welt gekommen ist, habe ich deshalb ab und zu mit Pre Milch zugefüttert,was ich jetzt eigentlich reduzieren wollte,weil ich nun endlich ohne Stillhütchen stillen kann (seit auch ca 2 Wochen). Ist diese nächtliche Unruhe normal? Kann ich etwas dagegen tun?


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Kati612, ich glaube eher, dass dein Kind durch die Stillhütchen noch nicht ganz korrekt trinkt und deshalb viel Luft schluckt und an der Brust weint, vielleicht hast du auch einen hohen MIlchspenderefelx, mit dem das Baby noch nicht ganz zurechtkommt. Besonders unruhige Babys, die sich an der Brust steif machen und nach hinten überstrecken, können gebündelt werden, hast du das schon einmal probiert? Beim Bündeln wird das Baby gut in eine Decke eingewickelt, so dass seine Schultern nach vorne geneigt und die Arme unterhalb der Brust gekreuzt sind. So kann es den Kopf nicht zurückwerfen. Bei manchen Babys bewährt es sich, wenn die Decke unten offenbleibt, so dass die Füße frei bleiben. Wenn ein Kind auf diese Weise eingepackt ist, sieht es wie ein „C" aus, mit dem Kinn auf der Brust und angezogenen Beinchen. Häufig reicht diese Maßnahme aus, das Baby zu beruhigen und es trinkt dann besser an der Brust. Manche Babys brauchen Halt im wahrsten Sinne des Wortes, um weniger zappelig zu sein. Eine andere Ursache kann der Schnuller oder die Flasche (selbst wenn sie abgelehnt wird) sein. Schnuller können, wie alle künstlichen Sauger zu einer Saugverwirrung führen. Ist das Kind dann auch noch erregt oder besonders müde, dann „erinnert" es sich unter Umständen nicht mehr an die korrekte Trinktechnik für die Brust. In diesem Fall hilft nur konsequentes Verzichten auf alle künstlichen Sauger. Eine Saugverwirrung entsteht, wenn ein Kind mit dem Wechsel zwischen den Trinktechniken an Brust und künstlichem Sauger (dazu gehören Flaschensauger, Schnuller und Stillhütchen) nicht zurechtkommt und dann die Brust schlussendlich sogar verweigern kann. Das ist ein ernsthaftes Stillproblem, welches schon viele Sorgen und Tränen bei Müttern und Kindern verursacht hat. Doch eine Saugverwirrung kann überwunden werden. Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen.  Am besten besprichst du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe, wie du vorgehen kannst. Adressen von Stillberaterinnen findest du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC).  Liebe Grüße  Biggi          


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