Frage im Expertenforum Ergotherapie bei Kindern an Kristin Windisch:

Konzentrationsprobleme Erstklässlerin

Frage: Konzentrationsprobleme Erstklässlerin

Sonnenschein1.0

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Liebe Frau Windisch, meine 7-jährige Tochter geht in die erste Klasse. Sie ist ein sehr aufgewecktes, vielseitig interessiertes Mädchen. Lesen und Rechnen liegt ihr, ihre Hausaufgaben macht sie teilweise komplett selbstständig. Wenn sie jedoch in der Schule einen Test schreibt, kommt dieser immer mit vielen Fehlern zurück. Großteils Leichtsinnsfehler. Die Lehrerin vermerkt dann immer, sie solle lesen üben und genau hinhören. Wir lesen täglich mindestens 10 Minuten, dass kann sie auch gut und fast fließend. Zu Hause klappt das gut, in der Schule scheinbar gar nicht. Reines Üben bringt uns nicht weiter. Haben sie als Ergotherapeuten einen Tipp, wie ich meine Tochter fördern könnte? Manchmal habe ich das Gefühl, ihr ist der Ernst der Lage nicht bewusst. Viele Grüße  S.


Kristin Windisch

Kristin Windisch

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Hallo, wenn das Bearbeiten der Hausaufgaben fehlerfrei klappt und sie da auch den Aufgabeninhalt erfasst, denke ich nicht dass das Lesen sinnerfassend ein Problem ist. Ich würde erfragen, ob die Testsituation in der Klasse ruhig ist oder die Lehrerin den Eindruck hat, dass Umgebungsgeräusche dabei ablenken, dann wäre ein Lärmschutz für die Ohren ggf.hilfreich. Andernfalls kommt evtl.noch Aufregung in der Testsituation hinzu, das kann man bei  Kind erfragen, ob es das Gefühl hat das Erlernte dann gut anbrufen zu können oder der "Kopf leer" ist / bzw.auch im Entw.gespräch bei der Lehrerin erfragen, ob das nur bei Testsituationen auftritt oder auch im Unterrichtsalltag häufig Flüchtigkeitsfehler drin sind. Mit dem Kind einüben, dass es am Testende, wenn noch Zeit vorhanden ist, stets über die Antworten nochmal drübergelesen wird / Korrekturlesen (erfasst dann die Fehler, weil sich nicht mehr auf das WAS schreibe ich konzentriert wird).  Es ist natürlich erstmal viel was da so auf einen als Erstklässlerin an Anforderungen auf einen zukommt, wenn Sie den Eindruck haben, Lesen, Rechnen, Hausaufgaben richtig umsetzen klappt im Verständnis zu Hause schonmal gut, ist das schon sehr viel wert.  Sodass ich da jetzt ergotherapeutisch erstmal nicht eine Handlungsnotwendigkeit sehe. Wichtig ist die Tests zu korrigieren, um aus den Fehlern zu lernen ;) Alles Gute, Kristin Windisch


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