Elternforum Rund um die Erziehung

Weniger Aufmerksamkeit

Weniger Aufmerksamkeit

Lilal

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Huhu, mein Sohn wird bald 5 Jahre alt und ist ein echter Dickkopf. Es war schon immer schwer ihn von etwas zu überzeugen wenn er es nicht will und er bekommt recht schnell Wutanfälle. Mit den Jahren habe ich gelernt mit seinem Temprament umzugehen. Leider hat es sich anscheinend eingeschlichen, dass er echt viel Aufmerksamkeit bekommt und ich würde liebevoll von anderen daraufhingewiesen. Man merkt so etwas ja selbst oft garnicht. Er bekommt bald ein kleines Geschwisterchen und ich würde gerne schon davor etwas daran arbeiten, dass nicht das Baby am Ende schuld ist, dass ich keine Zeit mehr hab. Es sind so Kleinigkeiten wie, dass ich ihm die Schuhe und Jacke anziehen, ihn früh und Abend anziehe, ihm was zu trinken bringe, ihn allgemein viel "bediene", ich mich bei Gesprächen unterbrechen lasse. weil er dazwischen redet, er kaum noch alleine spielt usw. Wie gesagt das kam so nach und nach. Ich hab halt irgendwann nicht den Absprung geschafft von "er kann das noch nicht" zu "er will nicht". Ich mein ich find es nicht schlimm ihn anzuziehen und viele sagen ja auch das is eine art von Liebe geben, aber wo fängt es an und wo hört es auf. Wie soll ich denn das langsam abgewöhnen ohne großes Theater und gebrüllt. Wenn ich darauf bestehe, dass er sich selbst anzieht, macht er es einfach nicht und irgendwann eskaliert es so sehr dass er rumschreit, tobt und das über mehrere Stunden. Wie gesagt er hat einen starken Willen. Habt ihr ne Idee. Ich nehm mir auch gerne mal Zeit zum Spielen und Kuscheln etc. Aber es wäre langsam leichter wenn er selbstständiger wäre und eben auch nicht immer der Mittelpunkt sein muss. Weil ich kann nie ohne Unterbrechung mit anderen sprechen (auch Oma und Papa) er regt sich da total auf, dass er reden will und wir immerzu quatschen.    Vielen Dank 


kuddelmuddel

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Das ist natürlich schwierig, jetzt etwas einführen zu wollen, was sich eingeschlichen hat und wo das Kind eh schon mit der Um- bzw Einstellung auf ein Geschwisterkind Stress hat. Ich würde es mit kleinen Schritten versuchen und erst mal "abwarten" üben: "Ich kann dir gerne die Schuhe anziehen, muss aber noch xy machen" Vielleicht legt Kind dann schonmal von selbst los. Gebrüll wirst du aushalten müssen. Du kannst dem Kind (es ist 5! Andere Kinder arbeiten schon auf Kaffeeplantagen oder nähen Kleidung, was wir täglich kaufen!!!) in einer ruhigen Minute sagen: Du bist (oder wirst) jetzt ein Vorschulkind, da kannst du xyz allein. Da möchte und werde ich dir nicht mehr helfen." Dass man das nicht um halb acht abends einführt, wenn Kind müde ist, sollte sich von selbst verstehen. Was das stören angeht: Auch hier ist wieder "warten lernen" angesagt. "Ich spreche gerade mit Oma- in 5 Minuten höre ich dir zu" Das kannst du mit einer Sanduhr visualisieren, und dann aber auch zuverlässig dem Kind Aufmerksamkeit widmen. Das alles wird viele Wiederholungen brauchen, viel Geschrei wirds geben  - am besten suchst du dir zunächst eine Sache aus, die dir besonders wichtig ist. Und das ziehst du dann durch. Zuverlässigkeit, Konsequenz und Klarheit sind dabei unabdingbar. Viel Kraft und viele Grüße


JoMiNa

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Antwort auf Beitrag von kuddelmuddel

Ich stimme hier zu. Eine Sache aussuchen und nicht alles auf einmal ändern wollen ist glaubt der wichtigste Tipp. Was ich noch ergänzen würde: - Selbstständig anziehen würde ich von der Priorität eher weit unten ansetzen. So oft kommt es im Alltag ja nicht vor, und wenn er sich ohne Dikussionen mit ein paar Handgriffen helfen lässt und mitmacht, ist es aus meiner Sicht kein Problem. Das geht schnell und klappt notfalls auch mit Baby, also kein Grund sich zu stressen. Außerdem muss zumindest bei uns das Anziehen immer schnell gehen, egal ob morgens, abends, oder wegen nassen/eingesauten Klamotten. Da ist mir ein kooperatives Kind das wichtigste. Hab mir deswegen auch Gedanken gemacht bei meinem Sohn, aber es kam dann einfach von selbst im letzten Kiga-Jahr. - Dass du nicht mit anderen Personen reden kannst, würde mich dagegen viel mehr stören. Wenn es mit klaren Ansagen gar nicht klappt, und jedes Mal eskaliert, würde ich es erstmal generell üben, dass du ihm nicht immer sofort Aufmerksamkeit schenkst. Also Haushalt, Kaffeetrinken o.ä. und nicht gleich "springen", sondern es kurz hinauszögern. Ohne Publikum fällt es dir vielleicht einfacher, konsequent zu bleiben. - Verhält er auch beim Vater so? Wenn nicht, dann beobachte doch mal konkret, wie der Vater mit seinen Forderungen nach Aufmerksamkeit umgeht, vielleicht kannst du da etwas übernehmen? Wenn du dich damit wohl fühlst, kannst du ruhig dieselben Formulierungen wie der Vater verwenden. Ansonsten überlege dir eigene Worte. Wichtig ist, dass du dahinter stehst und authentisch bist.


MM

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Warum machst du das denn alles??? Einem Fünfjährigen die Jacke und die Schuhe anziehen?? Das kann er doch selbst, und meist wollen sie es doch auch. Sie wollen ja lernen, Dinge selbst zu machen, meist schon von klein auf. (Stolz zu verkünden " Ich kann das schon alleine!") Willst du nicht, dass er selbständig wird?! Gerade jetzt, wo das Baby kommt, wäre es doch auch super praktisch, dass er Sachen alleine kann und nicht "bedient" werden muss.  Und warum lässt du dich von ihm während Gesprächen unterbrechen? Macht dir das nichts aus?? Warum nicht?! Das sind m.E. keine Kleinigkeiten, sondern ziemlich grundsätzliche Dinge. Er ist 5, kein Kleinkind mehr, kommt wahrscheinlich in absehbarer Zeit in die Schule und muss auch soziale Regeln lernen . zB andere nicht zu unterbrechen, sondern zu warten, bis er an der Reihe ist mit Sprechen. Das müsst ihr als Eltern ihm beibringen.  "Ohne grosses Theater" wird es evtl nicht gehen, da muss man halt durch. Erklären und dann durchsetzen. Das gehört eben auch dazu zur Kindererziehung. 


JoMiNa

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Mein Sohn wollte sich auch lange nicht alleine anziehen, er war auch höchstens das erste Mal, als es geklappt hat, stolz darauf. Ansonsten war es für ihn nur lästig und alles andere wichtiger. Dafür war das anziehen nie ein Problem, es gab auch nie Diskussionen darüber. Kurz vor der Schule hat er von selbst damit angefangen, ganz ohne unser Zutun. Ähnliche Geschichten habe ich auch von anderen Jungs gehört. Bei meiner Tochter ist es wiederum etwas anderes, sie hat schon mit 2 ihre Schuhe voller Stolz selbst an- und ausgezogen. Dafür haben wir mit ihr jeden Tag mehrmals Stress, weil sie alles was das anziehen betrifft (Zeitpunkt, Kleidung, Reihenfolge...) selbst bestimmen muss. Und diese "Phase" dauert schon über ein Jahr und ich habe keine Hoffnung auf ein Ende 🙈 Von daher sehe ich das Thema "Selbstständigkeit" nicht so kritisch. Dass ein Kind ständig Aufmerksamkeit einfordert, andere nicht ausreden lässt usw. deutlich kritischer und da würde ich auch zuerst ansetzen.


Lilal

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Antwort auf Beitrag von MM

Danke für eure Antworten. Ich werde einfach darauf achten, dass er öfter auch mal "warten" muss und ich ihn darauf hinweisen wenn er mich bei einem Gespräch unterbricht. Liebe MM ich finde deine Antwort ziemlich unangemessen. Wenn du einfach nur provozieren willst lass es doch einfach sein und stell nicht solche Fragen. Deine Antwort bringt mir so nämlich garnichts. Ich bediene meinen Sohn ja nicht. Er ist sehr sozial in seinem Umfeld. Er nimmt auf jüngere Rücksicht, unterstützt andere Kinder und lernt immer mehr auch mal seinen Mund zu halten ;) das mit dem an- und ausziehen, hat er schon immer "genossen". Ich denke eine Art Aufmerksamkeit und Liebe bekommen. Er kann es ja selbstständig und macht es auch wenn ich nicht da bin. Ich denke da werde ich öfter mal spielerisch etwas einbringen. Er zieht mir die Schuhe an und ich ihm oder ein Schuh er einen ich.  Danke an die anderen. Hat mir Mut gegeben, einfach darauf zu achten, dass er auch mal warten muss und gemeinsam nen Weg zu finden. 


TatsächlichLiebe

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Ich bin ebenfalls entzaubert worden, dass alle Kinder alles selbst machen wollen. Selbst machen wollen sie ganz viel, aber das sind oft die Dinge, für die sie noch zu klein sind. Sowas wie sich selbst anzuziehen wurde hier schnell als nervig empfunden.  Wie man dann damit umgeht, steht auf einem anderen Blatt, aber es ist mitnichten so, dass alle Kinder alles selbst machen möchten. 


auf der Reise

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Geht es da wiklich überall im Aufmerksamkeit? Oder zT um fehlende, hm, "Rücksichtnahme" bzw. eben darum, nicht zu merken, was andere brauchen? ZB beim Gespräch anderer? Das hat ihm vielleicht nie jemand (konsequent / immer wieder) beigebracht. Und jetzt ist es verständlicherweise eine Gewohnheit, daß er in bestimmten Stuatuonen nicht an andere denken muß, die er vermutlich nach Kräften verteidigt. Insofern vielleicht beides: - Üben, daß er in Gesprächen oä warten muß. Und ich würde da nicht mit 5 Minuten anfangen - viel zu lang, oder kann er das? Sondern "ausreden lassen", "laß mich gerade diesen Satz beenden", "O.a darf jetzt bitte einmal zuende reden, dann bist du dran" usw. - "Wissensvermittlung": vielfältig und gern spielerisch erklären, daß auf andere Rüksicht zu nehmen ist und wie die sivh sonst fühlen. Also einfach erklären... oder Bücher zum Thema... oder Rollenspiele seiner Kuscheltiere... oder was immer seine / Eure Welt ist. Natürlich nicht so viel, daß er nur noch genervt ist... aber eben auch nicht nur 1x. Das wäre für mich jedenfalls super wichtig - zumal er mit Geschwisterkind ganz oft wird warten müssen. Ob anderes "Bedienen" (zB Wasser bringen) und "nicht alleine spielen" da vergleichbar sind? Icj glaube, nur bedingt. Aber auch die wären mir wichtiger als An- und Ausziehen. Ich gaube, Du spürst es ja selbst: alles, wo er sich mit Geschwisterkind zurückgesetzt fühlen könnte, würde ich jetzt mit Priorität angehen. Noch 2 Gedanken: Überleg Dir, was Du selbst dazu beigetragen hast. Mövhtest Du ihm zB gern die Extra-Liebe beim Anziehen geben? Warum "reicht" Dir nicht andere Liebe? ZB weil Du selbst als Kind mehr solche Liebe bekommen hättest (es gibt ja so viele Arten, Liebe zu zeigen), weil Du denkst, er bekomme sonst zu wenig, weil Du selbst den Körperkontakt magst, usw.? Welvh Deiner Bedürfnisse erfüllst Du, indem Du Deinen Sohn bisher so behandelt hast? Wie kannst Du alternativ damit umgehen? (Dann stehst Du mehr hinter der Änderung... und Ihr beide bekommt Eure Bedürfnisse weiterhin gut erfüllt.) Und: So, wie Du Deinen Sohn beschreibst, *könnte* Geschwistereifersucht (nach Geburt oder nach Mobil-Werden des Geschwisterkinds) ja ein Thema sein. Das "Geschwisterbuch" des Erwünschtesten Wunschkinds ller Zeiten fand ich da nicht schlecht, als Lektüre in der Schwangerschaft. :-)   Alles Gute Euch!


auf der Reise

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Antwort auf Beitrag von auf der Reise

PS: Und läuft es nur zwischen Dir und Deinem Sohn so... oder auch zwischen Vater und Sohn? Würde ich sonst vor Geburt möglichst erwas angleichen. Damit er nicht anfangs nach Geburt erst recht Dich einfordert in Deiner Rolle als "gibt mehr Aufmerksamkeit, verwöhnt mehr, verlangt weniger Unangenehmes (zB Grenzen)"... sondern sich leichter mit dem Vater "begnügt". Egal wie gut es mit dem Vater läuft - falls Du Dich nach Geburt erstmal mehr um den Säuglin kümmerst, "verliert" Dein Sohn ja schon genug, was er bisher nicht in Frage stellte... da würde ich vermeiden, noch die o.g. "Rolle" hineinzumengen. :-)   Alles Gute nochmals!


auf der Reise

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Antwort auf Beitrag von auf der Reise

PPS: Vielleicht diverse Gelegenheiten suchen, um "Warten (möglichst auf andere)" zu üben. Bedürfnisaufschub. ZB nicht mit dem Essen beginnen, bis alle etwas auf dem Teller haben und losessen können. Warten, wenn Du gerade etwas anderes machst. Süßigkeiten nicht sofort essen, sondern etwas später. Du schreibst, vieles klappe sehr gut mit anderen Kindern / außerhalb. Was ist da anders? Wie könnt Ihr das zu Hause übernehmen? Braucht Dein Sohn dann einen (anderen) Ausgleich, um auch mal Dampf abzulassen oder eben nicht nur sich zusammenzureißen?


Bonnie

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Huhu, dein Sohn hat einen starken Willen, wie du mehrfach betonst. Vielleicht hilft dir die Frage, wer den stärkeren Willen haben sollte: ein Kleinkind, oder die Mutter? Wer sollte der Boss sein und die Führungsrolle übernehmen? Ein Fünfjähriger, oder eine erwachsene Frau? Ein kleines Kind ist hoffnungslos damit überfordert, wenn es oft die Führungsrolle haben soll. Es wird dann anstrengend, unleidlich und schlecht gelaunt, weil es diese Rolle gar nicht haben will. Dein Sohn verhält sich immer fordernder und anstrengender, um herauszufinden, an welchem Punkt du endlich deinen Job als Mutter übernimmst und ihm Halt, Orientierung und Führung gibst. Es ist wirklich wichtig zu verstehen, dass es ein kleines Kind NICHT glücklich macht, wenn seine Mama es bedient, es unselbstständig hält, seinen Launen nachgibt, wenn es nur lange genug schreit. Diese Kinder wirken chronisch unzufrieden. Und das ist auch kein Wunder. Denn sie werden von den Eltern nicht für positives, selbstständiges Verhalten gesehen und gelobt. Sondern Mama schenkt ihnen vor allem dann ihre volle Aufmerksamkeit, wenn sie toben und wüten. Wenn du deinen Sohn bedienst und verwöhnst, ihn anziehst, ihm alles abnimmst, was er längst selbst kann, dann machst du ihn klein. Aber er will doch schon groß sein, will vieles selbst tun dürfen, vieles können und dafür gelobt werden. Aber du hast ihm so lange vermittelt, dass er das alles nicht kann, dass er dir jetzt sogar glaubt und es nicht mehr selbst tun will.  Du kannst ihn jetzt schrittweise ermutigen, selbstständig zu werden. Indem du sagst: "Wir machen das jetzt zusammen. Lass uns mal im Schrank gucken. Such dir mal aus, ob du die blaue oder die grüne Hose anziehen willst! Meinst du, du kannst sie schon allein anziehen, fast wie ein Schulkind? Oder soll ich noch ein wenig helfen?" Dann macht ihr das zusammen. Zuerst machst du noch das meiste, schrittweise kann er immer mehr übernehmen, aber unmerklich. Er kann in diesem Alter: sich selbst anziehen, die Schuhe anziehen, sich die Zähne putzen (hinterher ruhig etwas nachputzen), sich einseifen und in der Wanne abbrausen. Und er kann jetzt auch bei fast allem helfen: beim Einkaufen, Putzen, Gemüse schneiden, Obst schnibbeln, beim Heimwerken, im Garten, beim Wäschefalten und Staubsaugen. Ja, es dauert dann alles etwas länger und ja, das Ergebnis wird nicht perfekt. Aber das macht nichts. Weißt du, kleine Kinder wollten nicht immer nur spielen. Sie wollen sich für die Familie wichtig und gebraucht fühlen. Je mehr man sie einbezieht, desto zufriedener und stolzer fühlen sie sich. Natürlich muss man sie auch fleißig loben. "Ich bin so froh, dass du mir geholfen hast! Ich glaube, alleine hätte ich das gar nicht geschafft." Neben der positiven Verstärkung (Mithilfe und Selbsttun sehr loben!) braucht dein Sohn natürlich auch ein paar wenige, aber klare Grenzen. Wenn du bei einer Sache nicht nachgeben willst, dann tu das auch nicht. Auch wenn er dann lange tobt und schreit. Ein Fünfjähriger nimmt keinerlei Schaden, wenn seine Mutter nicht spurt und nicht jedem seiner Wünsche nachgibt. Wenn er einen Trotzanfall bekommt, belohne dies nicht mit erhöhter Aufmerksamkeit. Rede nicht, tröste nicht, schimpfe nicht, erkläre nicht ausführlich, labere nicht auf ihn ein. Sondern behandle das Ganze beiläufig und eher desinteressiert. Lenke ihn zum Beispiel ab und frage, ob er mal den Staubsauger schieben möchte oder dir beim Kochen helfen mag. Wenn er das möchte, wunderbar, dann ist der Trotz zu Ende. Wenn er weiter tobt, wende dich gleichmütig und neutral (nicht schmollend!) einer anderen Tätigkeit zu, und wirke dann sehr beschäftigt. Ein Verhalten, das bei Mama überhaupt kein Interesse und keine Resonanz auslöst, kann vom Kind bald als uneffektiv losgelassen werden. Gehe erst auf ihn zu, wenn er sich beruhigt hat und von sich aus zu dir kommt. Er wird deine Konsequenz noch ein paarmal testen. Wenn du dann ruhig, aber unnachgiebig bleibst, wird er das Verhalten aufgeben können. LG            


kea2

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"Mit den Jahren habe ich gelernt mit seinem Temprament umzugehen. " Nein, er hat Dir beigebracht, nach seiner Pfeife zu tanzen. "Wie soll ich denn das langsam abgewöhnen ohne großes Theater und gebrüllt." Gar nicht. Diese Privilegien wird er nicht ohne Protest aufgeben.  Ich würde Euch eine Erziehungsberatung empfehlen und zwar bei einem freien Träger und nicht beim Jugendamt (Da wollt Ihr nicht aktenkundig werden.).


kia-ora

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Aufmerksamkeit kann man einem Kind auch ganz bewusst schenken und nicht "unterbewusst" weil man Angst vor Gebrüll hat.    Ich höre ganz oft von Müttern "mein Kind hat einen starken Willen". Ja, das haben meine auch, aber trotzdem bin ich nicht ihr Spielball / Dienstmagd. Ich bin immer noch die Mutter und zeige notwendige Grenzen auf und habe den stärkeren Willen, bzw Erfahrung und Wissen aufgrund meines Alters.    Erziehung ohne Protest - das klappt nicht. Protest muss man aushalten können.    Die Grenzen / Regeln legst du fest. Was ist dir wichtig? Das An-und Ausziehen? Tischregeln? Gesprächsregeln? ....? Was brauchst du, damit der Alltag läuft? Es muss nicht alles sein. Wir sind nicht beim Militär. Jede Familie (Mutter) entscheidet da für sich. Bei mir steht Pünktlichkeit ganz oben. Wenn ich sage, dass wir in 5 Minuten fahren, dann ist das so. Stellt hier niemand mehr in Frage. Aber ohne Kampf ging es natürlich nicht am Anfang.    PS: Ich habe letztens einen Vater gesehen, der seiner 12jährigen noch die Schuhe zubindet.