Mommy19!
Mein Baby (9,5 Wochen alt) wird nun seit 6,5 Wochen fast ausschließlich gestillt. Manchmal geben wir noch eine kleine Flasche (30-45ml) dazu. unser Start war schwer und er sehr trinkfaul. Erst am Tag 14 wieder das Geburtsgewicht von 4020g erreicht. wir haben anfangs mit Sonde und Stillhütchen zugefüttert, zusätzlich habe ich gepumpt, da mein Milcheinschuss verzögert kam. Ich habe Milch, wie viel, weiß ich nicht. Unser Baby ist sehr aktiv, meldet sich, hat regelmäßig Abstände 1,5-2,5 Stunden, schläft regelmäßig und gut. In den wachphasen wird gelacht, lautiert und wild gestrampelt. Das Gewicht steigt, aber eher schleppend. Circa 100-120g pro Woche. Sind aktuell bei 4980g. Viele nasse Windeln am Tag. Das Baby wächst und verhält sich komplett altersgemäß. Wäre da nicht das Gewicht, würde ich mir gar keine Gedanken machen und evtl. weniger Flaschen geben. Momentan zwischen 150-200ml pro 24h. Muss ich was ändern oder ist das Baby einfach nur schlank und isst nicht mehr als es muss? es meldet sich sonst auch immer regelmäßig bzw. gibt eindeutige Zeichen, dass es hunger hat. Danke und viele Grüße.
Liebe Mommy19!, ich kann dir aus der Ferne nur sagen, dass die Zunahme tatsächlich grenzwertig ist und beobachtet werden muss. Du schreibst, dass dein Baby die Flasche bekommt und es kann sein, dass es dadurch nicht mehr korrekt und effektiv an der Brust trinkt. Das Saugen an einem künstlichen Sauger unterscheidet sich grundlegend vom Saugen an der Brust. Der künstliche Sauger ist bereits vorgeformt und relativ steif. Die Brust ist weich und nachgiebig. Ein Schnuller kann in den geschlossenen Mund eines Babys gesteckt werden. Um die Brust zu erfassen, muss das Baby den Mund weit öffnen, die Brustwarze reicht dann weit nach hinten in den Mund, wo die Bewegungen des Kiefers und der Zunge nicht stören. Auch die Bewegungsmuster der Muskeln von Mund, Gesicht und Zunge, sind am künstlichen Sauger ganz anders als an der Brust. Mit der Saugtechnik, die das Baby beim Trinken an einem Flaschensauger oder beim Nuckeln an einem Beruhigungssauger anwendet, kann es kaum Milch aus der Brust bekommen. Ein Baby, das mit der Flasche gefüttert wurde, hat einen sofort einsetzenden, gleichmäßigen Milchfluss kennengelernt. An der Brust reagiert es dann frustriert, weil nicht der von ihm erwartete, sofortige und stetige Milchfluss einsetzt. Oft ist es dann so, dass ein Baby „stundenlang“ saugt und nicht satt wird. Da hilft es dann auch nicht, viel und oft anzulegen. Wird in dieser Situation zugefüttert, wird der Brust kein erhöhter Bedarf signalisiert und die Milchmenge kann sich auch nicht auf den erhöhten Bedarf einstellen. Das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird gestört und es kann auch sein, dass das Baby an der Brust nicht mehr korrekt und effektiv trinkt. Aus der Distanz kann ich dir jetzt keinesfalls sagen, was in deinem Fall erfolgen sollte. Am besten setzt du dich mit einer Stillberaterin in deiner Nähe in Verbindung und lässt das Saugverhalten einmal beurteilen, wenn du unsicher bist. Es ist wichtig, dass du korrekt anlegst und dass dein Kind korrekt saugt. Es kann auch sein, dass dein Baby nicht richtig saugt oder eine Saugschwäche hat, was korrigiert werden müsste. Das kann ich nicht beurteilen, denn ich kann dich nicht sehen. Am besten besprichst du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe, wie du vorgehen kannst. Adressen von Stillberaterinnen findest du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Ich würde dir zusätzlich noch empfehlen, eine Kalorienbombe aus Muttermilchsahne zu geben, das gibt den Kleinen meist einen wirklich guten Zunahme- und Entwicklungskick. Schau, dass du Milch ausstreichst oder abpumpst, die du in 10 ml Spritzen aufziehst und dann kopfüber in ein Glas stellst (also mit der Spitze nach unten). Lass aber ein bisschen Luft, denn die Schwerkraft wird den Kolben vielleicht etwas weiter in die Spritze drücken... oben auf der Milch wird sich eine Fettschicht absetzen, der Muttermilchrahm. Nach ca. 2 Stunden kannst du den wässrigen unteren Teil der Milch ausdrücken und deinem Kind die verbleibende Sahne in den Mund träufeln. Statt mit leeren Spritzen kannst du natürlich auch mit einer Tasse arbeiten, in die du die gewonnene Muttermilch gibst. Oben wird sich der fetthaltige Rahm absetzen, du kannst ihn mit einem Löffel abschöpfen und deinem Baby geben. Wenn du das 3-4 Tage lang machst (je mehr, desto besser), wird dein Baby ganz sicher einen Schub machen. Probiere es mal aus! Liebe Grüße, Biggi
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