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Geburtsvorbereitungskurs nötig?

Geburtsvorbereitungskurs nötig?

Bellabellaa

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Hallo mädels, Ich bin mir unsicher ob wirklich eine geburtsvorbereitung nötig ist. Denn falls es normal geburt wird denke ich das der körper schon weiß was sie tun muss. Außerdem wird da bestimmt eine hebamme geben die weiter helfen wird. Was denkt ihr darüber?


Elena.sophia

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Ich denke die Entscheidung musst du selber treffen oder mit deiner Frauenärztin oder Hebamme besprechen. Ich persönlich werde einen mache. :)


lali1990

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Ich fand den Kurs super hilfreich, auch wenn ich im Endeffekt einen Kaiserschnitt hatte. In meinem Kurs wurde aber auch viel über Wochenbett und Babypflege gesprochen und nicht nur über die eigentliche Geburt. Für meinen Partner war der Kurs auch super, einfach um sich besser vorbereitet zu fühlen. Ist im Endeffekt aber natürlich sehr individuell und kommt auch auf den Kurs selbst an :)


Schmetterfink

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Der ist alleine schon nett (und sinnvoll), damit man danach Mädels hat, die stundenlang mit einem spazieren schuckeln. Ein bisschen Bewegung schadet auch nicht. Der Beckenboden kann immer extra Training gebrauchen. Gegenfrage, was spricht für dich dagegen? Wenn du dir die Zeit sparen willst, dann musst du natürlich keinen machen.


Lana1987

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Also für Kontakte und ein paar Infos fand ich das beim ersten Kind nett und man hatte einen wöchentlichen Termin... Um sich tatsächlich auf die Geburt vorzubereiten fand ich ihn (Rückblickend) nicht nötig. Da gab es nichts, was ich angewendet hätte (außer, dass ich wüsste, was ich NICHT möchte, aber das wusste ich auch so schön). Ich habe medizinisch auch nichts neues gelernt. Bei mir wurde für meinen Geschmack zu wenig über Babypflege etc. gerdet, aber jedes Kind ist anders. Da finde ich es wichtiger, nach der Geburt eine Hebamme zu haben die in der ersten Zeit erreichbar ist und die meisten Fragen kommen eh erst auf, wenn das Kind da ist. Also in Hinblick auf tatsächliche Vorbereitung würde ich nicht dazu raten. Ich hätte eh keine Atemübungen anwenden können...war einfach zu Arzt mit allem beschäftigt. Aber das empfindet vllt. auch jede anders.


Wurzelwurm

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Ich fand meinen beim 1. Kind so überflüssig, dass ich bei den anderen beiden dankend drauf verzichtet habe.


Schneeglöcken

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Ich habe 5 Kinder geboren und noch nie einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht. Also ja, natürlich weiß der Körper auch so was zu tun ist, sonst wäre die Menschheit längst ausgestorben. Könnte mir aber vorstellen, dass man eventuell doch hilfreiche Infos und Tipps dort bekommt und vielleicht ist es auch ganz nett um andere Mamas kennen zu lernen. Am sinnvollsten finde ich aber auf jeden Fall, sich in Richtung selbstbestimmte Geburt zu bilden und zu informieren. Mittels Literatur oder Hebammengesprächen… Zu wissen, welche Routineinterventionen gibt es, was möchte ich auf keinen Fall, was will ich unbedingt, wie wird dieses oder jenes in meiner Wunschklinik gehandhabt, wo ist überhaupt der richtige Geburtsort für mich, usw…. Ganz egal, ob man dabei zur Fraktion Wunschkaiserschnitt oder zum Team Hausgeburt gehört. „Geatmet“ hat mein Körper auch unter starken Wehen selbstständig, mir persönlich war es aber sehr wichtig immer „mündig“ zu bleiben.


Belly-Monkey

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Die Sache ist ja: Geburtsvorbereitungskurs ist ja nicht gleich Geburtsvorbereitungskurs. Eine ehem. Kollegin war in einem, den man wohl als "Hechelkurs" bezeichnen muss. Da kam die Leiterin auch mit so Sachen wie "jetzt stellt euch vor, wie ihr mit eurer Vagina Gras aus dem Boden zupft". Viel mehr Substanz hatte der wohl auch nicht. Bei so einem Kurs wäre ich nach der ersten Stunde nicht mehr hingegangen. Ich war hingegen bei einem, bei dem jeder Termin zweiteilig war. Zuerst gab es immer Atem- und Entspannungsübungen, die darauf abzielten, die Bauchatmung zu fördern (die meisten Frauen sind von Natur aus Brustatmer, was für das Veratmen der Wehen aber nichts bringt; da ist Bauchatmen effektiver) und danach Informationen zu allen möglichen Themen. Angefangen von dem Ablauf einer Geburt, sowohl für die Mama als auch für das Kind, über die unterschiedlichen Geburtsstellungen bishin zu der Frage, wann man ins Krankenhaus fahren soll, wann man besser einen Rettungswagen holt und wann man es gemütlich angehen lassen kann. Auch wie man das Kind anmeldet, welche Behördengänge wichtig sind, wie die Fristen beim Antrag auf Elterngeld sind etc. pp. Bei uns wurde auch das Thema Kaiserschnitt besprochen, weil eine der Teilnehmerinnen einen solchen bekommen musste. Das alles habe ich schon als recht sinnvoll empfunden. Mit den Infos kann man viel anfangen, sie sind mitunter echt interessant, wenn für die eigentliche Geburt auch einfach nur nice-to-know gewesen. Mir haben die Atemübungen unter der Geburt btw. nur marginal geholfen, weil das tiefe Einatmen zwar super geklappt hat, das Ausatmen aber nicht kontrolliert ging. Ich hab zum Ende hin den ganzen Kreißsaal zusammengeschrien Ich denke, du musst für dich entscheiden, was du von einem Geburtsvorbereitungskurs erwartest und willst und dann gezielt nach einem solchen suchen. Da heißt es auch, anrufen und erfragen, wie die Inhalte des Kurses sind. Ich hätte - wie gesagt - auf einen reinen Hechelkurs auch keinen Bock gehabt.


blueberry123

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Hallo :) ich kann nur sagen dass unser Kurs bei der 1. SS super war und ich bin froh ihn gemacht zu haben. Ich glaube er ging an 2 Tagen mehrere Stunden und wir haben dort nicht nur die Atemtechnik während der Geburt geübt (das machte von der Gesamtzeit nur ca. 15min aus). Wir haben vieles gelernt z.B. vom „Wie funktioniert stillen?“ „Was brauche ich als Erstausstattung und was ist unnötig?“ „Wie beuge ich dem plötzlichen Kindstod vor?“ „Was mache ich während der SS im Notfall und im Notfall wenn das Baby da ist?“ „Wie ziehe ich mein Kind nachts an?“ „Was ist das Wochenbett?“ und und und…wir haben eigentlichen einen kompletten Abriss aus der Geburt und der ersten Zeit Zuhause mit Baby bekommen. Allerdings habe ich da auch schon anderes gehört. Jeder Kurs ist da ja leider anders…ich kann nur von meinem sagen dass er ganz ganz klasse war. Ich habe mich danach viel besser vorbereitet gefühlt. Man liest so viel, auch viel was nicht stimmt. Die Hebamme hat uns das aktuellste mitgegeben und aus ihrer Erfahrung berichtet. Ich bin absolut dafür :-) Lg


Pebbie

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Ich fand es schon wichtig, denn dadurch wusste ich zu jedem Zeitpunkt unter der Geburt was gerade vorging und durchaus normal ist. Bei meiner zweiten Schwangerschaft habe ich, im Gegensatz zur ersten, einen Kurs nur für Frauen gemacht. Bei einem Termin waren die werdenden Väter dabei, aber sonst nur die Schwangeren. Diese Schwangerschaft lief so "nebenbei", deswegen wollte ich diese Stunden nur für mich und meine Tochter nutzen.


Sommersturm86

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Jein. Also nötig ist es nicht wirklich. Für die Geburt selbst brauchte ich es nicht. Aber beim ersten fand ich es nett, anderen Frauen zu treffen und Termine bzw. Abwechslung zu haben. Hatte damals, weil ich mein Studium aufgrund der Schwangerschaft abgebrochen hab, viiel Zeit. Beim zweiten hab ich die kleine Auszeit genossen und beim dritten hatte ich keine Zeit dafür. An sich finde ich die Rückbildung wichtiger. Aber auch das kann man alleine und zu Hause machen. Hängt vom Typ ab. Zwingend ist es definitiv nicht, nein.


Ruto

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Ich fand meinen super. 1) Habe jetzt noch Kontakt zu mancher Person aus dem Kurs. Und während der Zeit und auch nach der Geburt war's schön, sich mit Leuten vor Ort auszutauschen, die gerade in der selben Phase steckten. 2) Die Infos waren sehr kompakt und gut vermittelt. Ich persönlich kann einfach am besten mit u.a. schmerzvollen Situationen (hatte keine PDA btw) umgehen, wenn ich auch das theoretische Drumherum Mal verinnerlicht hatte. 3) Wir wurden viel über die selbstbestimmte Geburt aufgeklärt. Und wie wir Voraussetzungen dazu schaffen können (soweit eben möglich). 4) Die Atemübungen hätte ich im Nachhinein mehr üben müssen. 5) Die Hebamme und die anderen Schwangeren konnten Erfahrungen über die Entbindungskliniken vor Ort teilen. Muss jeder selber wissen, aber ich wüsste nicht, was dagegen sprechen würde. Gibt sicher große Qualitätsunterschiede. Und wie sie oft muss wahrscheinlich auch das Zwischenmenschliche stimmen.