Elternforum Kinderwunschbehandlung

6. IVF Transfer negativ

6. IVF Transfer negativ

Lola94

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Hallo alle zusammen!     2025 hatte ich bereits einen Beitrag geschrieben, mittlerweile bin ich bei stolzen 7 IUIs und aktuell im 6ten IVF Zyklus. Da unsere alte Klinik nicht mehr weiter wusste, haben sie die Behandlung beendet und wir die Klinik gewechselt.  Es gibt weder bei meinem Mann noch mir Gründe, warum es nicht klappt. Beide Kliniken sagen, "eigentlich hättet ihr schon eine Großfamilie haben müssen", naja. Es wurden alle nur möglichen Untersuchungen gemacht, bei ihm und bei mir. Es ist alles in Ordnung, keine Gründe, warum es nicht klappt.  Ich hatte eine ordentliche Überproduktion bei der Stimulierung, insgesamt um die 20 EZ, davon konnten auch 19 befruchtet weren, die Qualität ist immer A bis maximal B, wobei ich da nie so konkrete Angaben bekomme wie viele andere hier im Forum.  Mit den letzten übrigens EZs haben wir in der neuen Klinik EMBRACE Untersuchungen in Spanien gemacht, es konnten 5 Blastos gewonnen werden, 3 davon sind euploid mit sehr guter Qualität, eine konnte nicht bestimmt werden. Von diesen letzten drei Chancen war der erste Transfer negativ, biochemische Schwangerschaft mit einem HCG von 9 an TF+9, aktuell befinde ich mich im 6ten Transfer.  Das spannende ist, ich war noch nie schwanger, beim letzten Transfer habe ich allerdings genau gespürt, dass es geklappt hat, aber auch den Zeitpunkt, als es wieder vorbei war. Dieser Zyklus (Transfer war am 06.04., ein Osterei sozusagen), bin jetzt TF+4, fühlt sich wieder an wie alle Zyklen zuvor. Mir ist bewusst, dass das alles noch sehr früh ist, ich bleibe auch positiv und schreibe den Zyklus nicht ab, aber langsam fange ich an mich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, was passiert, wenn meine letzten zwei Chancen (diese und die letzte euploide Blasto auf Eis) nicht klappen, was kommt danach, will ich nochmal stimulieren?  Bei der Gen-Untersuchung kam heraus, dass ich einen sehr hohen LP(a) Wert habe, der gibt im Grunde mein Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle an, hat aber nichts mit den fehlenden Einnistungen zu tun. Die letzte (und meine erste) Stimulation war sehr gefährlich, mir ging es tagelang schlecht und eigentlich war ich bereit für die Notaufnahme, wollte aber um jeden Preis den Zyklus mitnehmen. Das würde ich heute niemals mehr so machen.  Gibt es hier Frauen oder Paare, die ähnlich viele Behandlungen hatten (wir sind jetzt bei insgesamt 13 Behandlungen), die aufgehört haben und damit glücklich sind? Oder doch noch Glück hatten? Ich kann diesen Spruch "Ihr müsst es nur nicht mehr wollen, dann klappts" nicht mehr hören, aber wenn er so oft gesagt wird, hängt da ein Funke Wahrheit dran?  Mir ist auch bewusst, dass ich noch relativ jung bin, ich werde in wenigen Monaten 32, was allerdings nichts an der Tatsache ändert, dass ich bereits seit 5 Jahren permanent in einer emotionalen Alarmbereitschaft bin und nahezu monatlich zwischen "Himmelhoch jauchzend" und "zum Tode betrübt" stehe. Urlaube helfen mir sehr, ich tausche mich viel aus und sehe (schon immer!) in jeder noch so negativen Situation was Gutes. Diese 5 Jahre Kinderwunsch haben meine Beziehung nochmal so sehr wachsen und uns stärker werden lassen, ich habe einen Fokus auf das Gute, wie noch nie.  Dennoch ist da immer wieder dieser Gedanke und diese Gefühle, wie ich mir mein Leben wünsche, meine Zukunft mit einer kleinen Familie.  Wie schafft ihr das? Wie haltet ihr durch? Kennt ihr gute Etsy-Hexen, die helfen können? 😅


Pinguina1

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Antwort auf Beitrag von Lola94

Hallo Lola94,  da habt ihr ja wirklich schon einen sehr langen Leidensweg hinter euch! Umso mehr bewundere ich dich für deine positive Einstellung, ist bestimmt trotzdem nicht immer leicht… Ich gehöre zum Glück nicht zu den Frauen, die so lange auf ihr Babyglück warten mussten. Aber auch schon 5 IUI und eine IVF mit zwei Transfers waren für mich sehr belastend. Du scheinst ja sehr viele Eizellen zu haben, die sich auch gut befruchten lassen. Aber sie nisten sich nicht ein. Habt ihr schon mit dem Transferzeitpunkt experimentiert? Bei manchen Frauen scheint sich das Fenster für die Einnistung irgendwie zu verschieben… Was auf jeden Fall trotzdem ganz sicher nicht stimmt: dass Entspannung hilft! Da ihr ja genug befruchtete Eizellen habt, gibt es theoretisch schon die Möglichkeit, dass es irgendwann mal auf natürlichen Wege klappt. Solltet ihr also die Kinderwunsch Klinik verlassen, und werdet dann schwanger, dann ist das einfach nur Zufall 😊  Es hilft oft, Alternativen im Kopf zu haben: könntet ihr euch zum Beispiel vorstellen, eine Samen- oder EizellSpende zu nutzen? Oder gar eine EmbryonenSpende? Manche Frauen werden mit fremden Embryonen plötzlich schwanger…🤷‍♀️ und vielleicht hat die Natur auch etwas dagegen, dass genau du und dein Partner zusammen ein (leibliches) Kind bekommt. Aber eigentlich wurde ja genetisch schon untersucht, richtig?  Andere Alternativen könnten Pflege oder Adoptivkinder sein. Oder eben eine ganz andere Aufgabe mit oder ohne Kindern im Leben. Jetzt drücke ich aber ganz fest die Daumen, dass noch ein Wunder passiert! 🍀🍀🍀


KielSprotte

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Antwort auf Beitrag von Lola94

Auch wenn du es nicht mehr hören kannst.......der Kopf spielt da wirklich eine entscheidende Rolle. 2x im Bekanntenkreis erlebt: Das eine Paar hat es 12 Jahre lang probiert (natürlich, nie Kinderwunschbehandlung). Als sie dann 40 würde, haben sie es abgehakt "denn was mit 28 nicht funktioniert, funktioniert mit 40 garantiert nicht mehr". Mit 41 wurde sie dann Mutter. Zweites Paar hat auch jahrelang probiert; mit ovus, Temperaturkurve und und und  Dann hatten sie einen Abenteuerurlaub, indem sie zu all dem nicht gekommen sind - in dem Urlaub hat es dann geklappt. Und mein Favorit (mal durch Zufall gelesen): Paar aus England, das es 20! Jahre versucht hat, beide gesund, es wurde nie ein Grund gefunden, warum es nicht funktioniert. Ihr Gyn hat schon immer gesagt "Kopf ausschalten". Dann hat er ihnen erzählt, dass eine neue Behandlungsmethode möglich ist, aber sie müsste jetzt drei Monate lang vorbereitende Medis nehmen und dürfte auf gar keinen Fall schwanger werden, also  zusätzlich die Pille nehmen - waren allerdings alles Placebos...... und zwei Monate später war sie schwanger......weil der Kopf meinte, dass es ja nicht klappen kann.


Baby2025

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Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Die Leute in deinem Bekanntenkreis wurden nicht schwanger weil sie "den Kopf ausgeschaltet hatten"; sonder weil sie weiterhin GV hatten 😉


Pinguina1

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Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Und wie viele Fälle gab es, in denen es nicht mehr geklappt hat? Darüber spricht in der Regel kaum jemand, vor allem nicht, wenn es der 2. oder 3. Kinderwunsch ist... Wenn man nur den Kopf ausschalten, sich entspannen, in den Urlaub fahren oder Ähnliches machen müsste, dann gäbe es keine Kinderwunschkliniken und auch keine ungewollt Kinderlose mehr.


KielSprotte

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Antwort auf Beitrag von Pinguina1

Vielleicht hast du den AP nicht genau gelesen - kein Arzt kann einen Grund finden, im Gegenteil; gesundheitlich alles top - also KANN der Kopf eine Ursache sein. Es sollte doch wohl klar sein, dass es nicht klappen kann, wenn  - kein Partner vorhanden ist, oder einer von Beiden unfruchtbar ist ...


KielSprotte

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Antwort auf Beitrag von Baby2025

Ach nee, GV habe ich vorausgesetzt..... über den Bienchen und Blümchen Stand sind wir doch wohl hinaus....😁


Rosebut

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Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Das mit dem Kopf ausschalten ist Quatsch.  Dann müsste mein kleiner auch tot sein, denn ich habe 100% der Schwangerschaft zu 120% geglaubt, er sei tot oder mindestens schwer behindert, stattdessen war er dann aber groß, stark und schwer. Das mit dem Kopf redet man sich ein und es macht wirklich nur unnötig Druck, wenn man den Leuten quasi sagt, sie seien selbst Schuld. 


Baby2025

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Antwort auf Beitrag von Lola94

Mir geht es sehr ähnlich wie dir, wobei es bei mir erst 3 Jahre, 4 Transfers und 2 FG sind. Aber ja, ich kenne die Hoffnungsvolle Zeit nach dem Transfer & der Tiefe Absturz nach dem negativen Test. Den ultimativen Tipp habe ich nicht und ich bezeifel, dass es den gibt. Hattest du deine Behandlungen alle in Deutschland? Vielleicht wäre Spanien mit PID ein Ansatz? Wobei die Klinken im Ausland auch nur "mit  Wasser kochen". TF plus 4 ist noch etwas früh für einen Test. Daher drücke ich deiner Blast feste beide Daumen 🍀


Lola94

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Antwort auf Beitrag von Baby2025

Danke dir!  Vermutlich wird es auf PID in Spanien hinauslaufen- vielleicht wissen wir dann mehr. Bin heute TF +8 und habe morgen meinen Bluttest, habe aber kein gutes Gefühl, eher ganz im Gegenteil, aber das sehe ich dann ja morgen mit Gewissheit.  Tut mir sehr leid zu lesen, dass du bereits zwei Fehlgeburten hattest. Ich knabbere noch immer an meiner biochemischen Schwabgerschaft, obwohl ich "im normalen Leben" vermutlich nie was davon mitbekommen hätte. Wenn ich daran denke, wie viel schlimmer deine Erfahrungen sind müssen.... das bricht mir das Herz. Tut mir leid, fühl dich gedrückt! 


Frau Hase

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Antwort auf Beitrag von Lola94

Hallo Lola und auch alle anderen, die einen ähnlichen Weg gehen, Ich kann es oft noch nicht richtig realisieren, dass ich nun tatsächlich auf der anderen Seite stehe und selbst schwanger bin (ET im Juli), aber wenn ich solche Posts voller Schmerz und Verzweiflung lese wie deinen, erinnert mich das sehr an meinen eigenen leidvollen Weg der letzten Jahre. Ich selbst habe 6 Jahre Kinderwunschbehandlungen hinter mir. Insgesamt drei Kliniken, davon zwei in Spanien. In der Klinik in Deutschland bin ich nie schwanger geworden. Es hieß unklares Einnistungsversagen. Top Blastozysten, eine nach der anderen. Ich hatte etliche Untersuchungen und Ops. Es wurde nichts Greifbares gefunden. In der Zeit der ersten Klinik in Spanien hatte ich 6 biochemische Schwangerschaften, eine Kürettage. Daran bin ich fast zerbrochen. Die zweite Klinik in Spanien brauchte EINEN EINZIGEN Versuch. Der insgesamt 24. medzinisch unterstütze Versuch seit Beginn meiner Kinderwunschreise. Ich habe selbst vieles recherchiert in den vergangenen Jahren und dieser Arzt hat all meinen Überlegungen Raum gegeben und mehrere kleine Stellschrauben mit mir angepasst. Jetzt erwarte ich im Sommer ein Baby und heile Tag für Tag ein Stück - und bin unendlich froh, nicht aufgegeben zu haben. Die Aussage, es gebe keinen erkennbaren Grund dafür, dass es nicht geklappt hat, bedeutet eben nicht, dass es keinen Grund gibt, sondern nur, dass der Grund bisher noch nicht identifiziert wurde. Vom "einfach entspannen" wird niemand schwanger. Wenn du oder andere Kinderwunschreisende Fragen zu meiner Diagnostik und den Behandlungen haben, dann könnt ihr mich gerne per PN kontaktieren.  Alles hier im öffentlichen Forum aufzurollen, ist vielleicht ein bisschen viel. Liebe Grüße  Frau Hase mit ihrem Mini-Häschen im Bauch 


Lola94

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Antwort auf Beitrag von Frau Hase

Liebe Frau Hase, vielen Dank für deine Nachricht. Ich musste gerade sehr mit den Tränen kämpfen- das gibt mir Hoffnung. Und ich freue mich sehr für dich! ❤️ Ich bin heute TF +8 und habe morgen früh meinen Bluttest. Ich werde auch nicht vorher testen; Morgenurin hebe ich auch und teste dann wenn mein Mann und ich von der Blutentnahme zurück sind.  Ich würde sehr gerne mehr über deinen Weg erfahren, vor allem über die Behandlungen in Spanien. Wenn dieser Business letzter Versuch nicht klappen, würden wir gerne statt EMBRACE in Spanien für die weiteren Behandlungen komplett dorthin gehen.  Mittlerweile existieren in meinem Kopf zwei Lebensrealitäten, einmal mit und einmal ohne Kind. Beide wunderschön.  Es tut mir so leid, von deinen vielen Rückschlägen und biochemischen Schwangerschaften zu lesen- ich knabbere noch immer an dieser einen, weil es ja eben das erste Mal kurz geklappt hat. Aber dann so viele? Du hast meinen größten Respekt, auch wenn du darauf sicher auch gerne verzichtet hättest.  


Rosebut

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Antwort auf Beitrag von Lola94

Das klingt wie ein Alptraum. Leider kenne ich das auch... Wir hatten 6 icsis, 22 Embryonen transferiert. Ein Baby ist dabei raus gekommen... obwohl in meiner Klinik laut ivf Register schon so 6-11 Kinder drin gewesen wären bei so vielen Embryonen. Manchmal muss man es einfach oft genug probieren. Wir hatten aber das Glück, von Anfang an zu wissen, dass es an meinem Mann und seinen fragmentierten Spermien liegt. Also eigentlich würde ich mehr Diagnostik empfehlen. Man muss doch irgendwie herausfinden können, an wem von euch es liegt? Ansonsten, lass dich in der Schwangerschaftsberatung mal beraten... Gäbe es eine Alternative für euch, Adoption oder ähnliches? 


Lola94

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Antwort auf Beitrag von Rosebut

Danke für deine Nachricht! So lange wir können, möchten wir versuchen ein leibliches Kind zu bekommen. Mein Mann ist adoptiert, weshalb das ein sehr schweres Thema für ihn ist. Bisher haben wir uns nur auf all die Diagnosen, Behandlungen, Untersuchungen und den nächsten Versuch fokussiert ..


Rosebut

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Antwort auf Beitrag von Lola94

Ja für uns wäre Adoption auch nicht in Frage gekommen, aber Paare sind ja unterschiedlich. Das klingt so, als würdet ihr es dann wirklich einfach öfter probieren müssen :( Ich habe nicht kommen sehen, dass es bei mir überhaupt noch klappen würde. Man hat immer die Angst, dass man zu den 20% gehört, wo es einfach gar nicht klappt und wenn man vorher ne Garantie hätte, dass es irgendwann klappt, wäre einem ja schon geholfen.  Willst du dich in einer kleinen WhatsApp Gruppe austauschen? https://chat.whatsapp.com/DRS8W45blOGBAfNlkw8E8B?mode=gi_t