Mitglied inaktiv
hallo, ich hatte probleme mit dem stillen von anfang an...die im kh (hatte einen kaiserschnitt) haben mich echt wahnsinnig gemacht. die kleine hatte hunger, ich hatte noch keine milch...hat sich bei uns bis heute, 3 wochen und 2 tage nach geburt, noch nicht eingependelt, da sie dank der tollen schwestern nicht mehr an die brust wollte und ich abgepumpt und per fläschchen gefüttert habe und nun will sie am liebsten nur noch fläschchen, an der brust nuckelt sie nur...bin manchmal total verzweifelt, da sie seit einigen tagen auch mal spuckt und nach dem füttern bauchweh zu haben scheint. weiss schon garnicht mehr, was ich essen soll...angeblich solls ja daran liegen. manchmal überlege ich echt, ob ich aufhören soll zu stillen, ist echt stress für uns beide und ich habe so viel milch, muss dauernd abpumpen, sonst läufts aus... gestern abend brauchte ich 3 stunden, um die maus zu beruhigen...heute nacht auch wieder ewig...sie weint immer, weil sie so bauchweh hat oder blähungen, ich weiss nicht recht....bin echt total verzweifelt und die klugen ratschläge der hebammen habe ich auch satt...immer solls an meinem essen liegen...ich pass doch schon so auf...zudem habe ich seit beginn der schwangerschaft auch noch eine milchunverträglichkeit, was nichts leichter macht... was soll ich nur tun??? zudem habe ich schlupfwarzen und habe wenn nur mit hütchen gestillt, da es ansonsten irre weh tat und die kleine das natürlich auch bemerkt hat... ich hoffe, ihr könnt mir vielleicht einen rat geben. danke schon mal und glg kathleen
Liebe Kathleen, es tut mir leid, dass Sie nur RatSCHLÄGE und kaum Hilfe bekommen. Zuallererst möchte ich Sie wegen Ihrer Ernährung beruhigen. Es ist schade, dass den Frauen immer wieder erzählt wird, dass die Stillzeit eine Zeit der Einschränkung sei, denn das stimmt so verallgemeinert überhaupt nicht. Es gibt keine allgemeingültige "Stilldiät" oder generell verbotenen oder erlaubte Nahrungsmittel für die Frau während der Stillzeit (mit der Einschränkung, dass Alkohol möglichst gemieden werden soll). Der Einfluss der Ernährung der Mutter auf das Verhalten des Kindes wird meist erheblich überschätzt. Eine stillende Mutter muss weder bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Kuhmilch) zu sich nehmen, noch müssen alle stillenden Mütter bestimmte Nahrungsmittel meiden. Von Ausnahmefällen abgesehen macht die Mehrheit der stillenden Mütter die Erfahrung, dass sie alles, was sie mögen, in Maßen essen können auch Schokolade und stark gewürzte Speisen ohne dass sich dies auf ihre Babys auswirkt und viele kleine Babys haben Blähungen ganz gleich, was ihre Mütter essen. Auch wenn viele Mütter davon gehört haben, dass durch den Genuss von "blähenden" Lebensmitteln Blähungen bei ihrem Baby hervorgerufen werden, ist diese Meinung mit Vorsicht zu genießen. Darmgase entstehen bei der Verarbeitung von Faserstoffen (Ballaststoffen) durch die Darmbakterien im Verdauungstrakt. Weder Verdauungsgase noch Ballaststoffe gehen in die Muttermilch über, auch nicht, wenn die Mutter unter extremen Blähungen leidet. Genau so wenig verändern stark säurehaltige Nahrungsmittel den pH Wert der Muttermilch. Deshalb gibt es auch kein Verbot für Orangensaft. Normalerweise können stillende Mütter alles essen, bei manchen Nahrungsmitteln ist es allerdings anzuraten, dass sie nicht im Übermaß genossen werden. Am ehesten ist zu erwarten, dass Nahrungsmittel, die bei Ihnen Blähungen hervorrufen auch bei Ihrem Kind zu Blähungen führen können. Manche Babys haben Blähungen oder Koliken, ganz gleich, was ihre Mutter isst oder nicht isst. Letztendlich bleibt nicht anderes übrig, als auszuprobieren, ob ein Baby auf etwas reagiert oder nicht, denn das ist wirklich von Kind zu Kind unterschiedlich. Prophylaktische Enthaltsamkeit ist jedenfalls nicht notwendig. Eine Kuhmilchunverträglichkeitreaktion über die Muttermilch kann vorkommen, ist aber viel seltener, als immer wieder angenommen wird. Nur in zehn Prozent der Fälle, in denen die Mutter eine strikte Auslassdiät macht, kommt es tatsächlich zu einer Verbesserung des Verhaltens beim Kind. Am besten wenden Sie sich schnell an eine kompetente Stillberaterin vor Ort, die Ihnen Tipps zur Milchsteigerung geben kann und Ihnen auch zeigt, wie Sie Ihr Baby doch an die Brust bekommen können. Die Kollegin kann Ihnen dann bei Bedarf Tipps zum korrekten Anlegen geben, kann Ihnen erklären, woran Sie erkennen, ob Ihr Kind korrekt saugt und Ihnen überhaupt gezielte Hinweise geben. Im direkten Kontakt lassen sich viele Fragen viel besser klären. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
liebe biggi, vielen lieben dank für ihre schnelle antwort. endlich mal jemand, der nicht nur gute tipps geben will und mich "verurteilt", sondern wirklich hilfe. gern würde ich auch weitere hilfe in anspruch nehmen, ich wohne in mudersbach, plz 57555... vielleicht kann mir ja wirklich endlich jemand weiterhelfen... glg kathleen
Liebe Kathleen, direkt in Ihrer Nähe gibt es leider keine LLL-Beraterin, rufen Sie einmal bei Frau DICHTA Janina, Tel.: 02330 13145 an, sie kann Ihnen sagen, wer die nächstgelegene Kollegin ist. Alles Gute und Kopf hoch, Sie schaffen das mit der richtigen Hilfe! Biggi
Mitglied inaktiv
danke, ich werde gleich morgen mein glück versuchen...
Mitglied inaktiv
habe mit der guten frau heute telefoniert, nur leider wohnen wir zu weit auseinander, so dass es mir nicht wirklich weiterhilft... auch bei den afs gibt es keine stillberaterin in meiner nähe...wirklich schade!!! dann muss ich wohl weiter schaun, wie ich klar komme mit meiner maus...
Kristina Wrede
Liebe shandryla, probiere es doch mal bei Anita Demmerling, Tel. 02742-81 76. Sie ist IBCLC und wohnt 35 Minuten von dir entfernt in Birken-Honigsessen. Auch Elke Kalberg (02761-711 67) oder Michaela Heller (02761-711 67) können vielleicht weiterhelfen, auch beide IBCLC, aus Droslhagen. Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC sind professionelle Stillberaterinnen (d.h. ihre Beratungen sind meist kostenpflichtig) mit medizinischem Grundberuf, die entweder in Kliniken oder in freier Praxis arbeiten und ein internationales Stillberaterexamen abgelegt haben. Oftmals können sie im Rahmen ihrer Klinikarbeit Beratungen anbieten, oder ihre Kosten werden von der Kasse übernommen. Ruf einfach mal an und lass dir die Möglichkeiten aufzeigen. Lieben Gruß, Kristina
Mitglied inaktiv
danke schön, dann werde ich da mal mein glück versuchen...
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