Lavendel4794
Hallo zusammen, Ich wollte mal fragen wie bei euch die einschlafbegleitung bei euren Babys aussieht.. Unsere Tochter ist fast 8 Wochen alt und hat bei jedem Schläfchen (egal ob Tag oder Nacht) Probleme.. die Begleitung kann bis zu 2 Stunden dauern.. zuletzt ging es in der trage gut, wobei auch hier am Anfang richtig gebrüllt wird.. ich begleite sie also immer unter Tränen und wirklich brüllen in den Schlaf, was mich sehr mitnimmt.. auf dem Arm oder in meinem Beisein im Bett oder im Kinderwagen klappt es nicht.. im maxicosi auf der Autobahn schläft sie mal ohne Protest ein.. Wie ist das bei euch? Ich habe vor jeden Schläfchen was ansteht manchmal Schweißausbrüche und ein schlechtes Gewissen.. es muss doch für sie angenehmere Möglichkeiten geben in den Schlaf zu kommen.. Die Wachzeiten halte ich übrigens (wenn sie es zulässt) gering.. ich beginne nach 30 Minuten Wachzeit mit der einschlafbegleitung.. achte aber auch immer auf müdigkeitszeichen.. in der trage schläft sie dann auch meistens wenn die Stunde voll ist oder so bei 1,5 Stunden maximal! Auf anderen Wegen einzuschlafen ist unmöglich und endet in einem stundenlangem Kampf.. unser Alltag besteht aus ganz kurz wach sein, Brüllen, erschöpft einschlafen… auch wenn ich sie länger wach lasse ändert das nichts.. Wobei es in der nacht irgendwie wenig Probleme gibt.. da stille ich sie dann nachts im liegen und sie schläft wieder ein.. Wie ist es bei euch? Oder habt ihr Ideen für Mich?
Hallo, das klingt nach einem kräftigen sogenannten Misfit: Die tatsächlichen Bedürfnisse des Kindes und die Annahmen der Mutter zu diesen Bedürfnissen stimmen nicht überein. Das kommt gerade bei Erstlingsmüttern oft vor. Das Wichtigste, was ich als Mutter beim ersten Kind gelernt habe (aber auch nicht ohne Anfangshürden) war: Das Baby weiß IMMER am allerbesten, was es wann gerade braucht. Du kannst als Mutter noch so viel lesen oder googeln – ein Baby weiß angeborenerweise, wann und wie viel es schlafen, trinken, Unterhaltung usw. möchte. Die Evolution hat das so wunderbar eingerichtet. Das einzige, was wir Mütter deshalb lernen müssen: hinsehen. Ein Baby, das länger als wenige Minuten zum Einschlafen braucht, ist nicht müde genug. Der Schlafbedarf von Babys ist extrem unterschiedlich. Es gibt Säuglinge, die in den ersten Wochen gefühlt fast nur schlafen. Und es gibt Babys, die maximal zwei halbe Stunden am Tag schlafen, wie das Kind einer Freundin von mir. Beides sind Extreme, aber trotzdem normal. Wenn du deine Maus schon nach dreißig Wachminuten wiede schlafen legen möchtest, ist das viel zu früh. Auch nach 1,5 Stunden kann es noch deutlcih zu früh sein. Die meisten Babys sind in diesem Alter schon mehrere Stunden wach. Meine Kinder haben in diesem Alter zwei Tagschläfe gemacht, einen am späten Vormittag und einen am Nachmittag. Ein Baby will mit zwei Monaten nicht immer nur trinken oder schlafen. Es möchte auch schon etwas erleben. Es möchte Input, Anreize, lange Spaziergänge im Babywagen zum Gucken, möchte vorgesungen bekommen, die Wohnung gezeigt bekommen (geht am besten in Fliegerstellung auf Mamas oder Papas Unterarm), möchte ein bisschen mit Mama auf dem Arm tanzen, möchte Mama von der Babydecke oder Wippe aus bei all ihren Alltagstätigkeiten zusehen, möchte, dass man mit ihm spricht und ihm alles erklärt, auch wenn es die Wörter noch nicht versteht. Es geht um den innigen Kontakt mit Mama und ihrer Stimme. Wenn deine Maus knötterig wirkt, kann das vieles bedeuten: Durst, Müdigkeit oder auch das Bedürfnis nach Unterhaltung und Zuwendung. Erst wenn deine Tochter dich nicht mehr anschauen will, das Köpfchen wegdreht, sich die Augen reibt, knötterig wirkt (trotz Sattheit) und sich nicht mehr durch Ansprache und schöne Beschäftigungen ablenken lässt, dann ist sie müde. Sie schläft dann inh. von 10 Minuten ein, ohne dass du etwas tun musst, außer dabei zu sein. Babys möchten nicht allein und abseits in einem Zimmer schlafen, sondern sie möchten am liebsten dort schlafen, wo das Familienleben stattfindet, also z.B. gern in der Küche oder dem Wohnzimmer, wenn Mama da auch gerade werkelt. Sie vertragen etwas Geräusche, es muss nicht ganz still sein. Die Spül- oder Waschmaschine darf laufen, Mama darf leise werkeln und hier und da zum Kind schauen. Achte also darauf, deine Tochter nicht nach der Uhrzeit hinzulegen oder weil du glaubst, sie müsse jetzt schlafen. Wenn sie wirklich müde ist, zeigt sie das. Du erkennst es vor allem daran, dass sie dann rasch einschläft. Ein Baby, das dagegen ewige "Begleitung" braucht und wo das Schlafen zum Kampf wird, ist definitiv nicht müde. Finde heraus, wie viel Schlaf deine Maus wirklich braucht, indem du beobachtest, wann sie von selbst schläfrig wird. Es ist so wichtig, dass man die Signale des Babys verstehen lernt. Dies nimmt jeden Stress und jeden Krampf auf dem Alltag sofort raus, weil man das Baby immer dort abholt, wo es in seinem Bedürfnis jetzt gerade steht. Wenn man dagegen versucht, dem Baby die eigenen Vorstellungen aufzuzwingen, kommt es zu großem Stress für beide Seiten. Vertraue deinem Kind, es weiß ganz genau, was es wann braucht und zeigt das auch. LG
Ich denke auch, dass es sich um ein misfit handelt und würde meiner Vorschreiberin beipflichten, dass alles sehr technisch klingt und Babys mit 8 Wochen mehr wollen als nur schlafen. Ich würde das Baby voll in den Alltag integrieren. Einkaufen, kochen, Wäsche waschen, Besuch empfangen oder zu Besuch gehen. Der von Dir genannte Rhythmus ist nicht praktikabel. Einschlafbegleitung habe ich z.B. auch erst viel später begonnen. Ich war beim PEKIP mit Kind1. Fand ich super und hilfreich. Vor allem für mich. Da wurde ich viel "ruhiger". Schlafen hab ich z.B. immer mit Stillen verbunden. Ab dem 3.Monat wurde bei uns bei Kind1 alles besser. Das Baby war dann auch ruhiger, das Handling hatte sich eingespielt, das Baby schlief besser und kam besser durch den Tag. Ich würde dem Baby "etwas bieten" das es sich auspowert (durch's Schauen) dann Stillen und dann schlafen. Bitte lass mehr als 30 Minuten dazwischen sein. Das ist zu kurz. Ich empfehle auch Babyschwimmen bzw Babymassage.
Diese Phase(n) hatten meine Kinder auch. Die größte Problematik dabei, selbst entspannt bleiben und dem Kind wirklich das Gefühl von Sicherheit, Ruhe und Gelassenheit vermitteln. Sonst entsteht ein Teufelskreis. Hat bei mir auch gedauert bis ich diese Erkenntnis hatte und vorallen, bis ich es wirklich auch so verinnerlicht hatte. Ab dann wurde es deutlich besser.
Mir kommen 30 Minuten auch sehr kurz vor, um das nächste Schläfchen einzuleiten. In dem Alter hatten wir eher Wachzeiten von 1,5 - 2 Stunden (nicht nach der Uhr, eher nach Tagesform und wie gut und wie lange vorher geschlafen wurde). Das ergab meist 3-4 Tagschläfchen, oft als "Powernap" von 30 Minuten. Baby hinlegen und es schlummert innerhalb von 5 Minuten friedlich ein - ja das gibt es, sind aber absolute Ausnahmefälle 🙃 Daher würde ich an deiner Stelle durch mindestens einen der folgenden Reize unterstützen, oder eine Kombi aus mehreren Dingen: - Bewegung (Trage, Kinderwagen, Auto) - Saugen (Stillen, evtl. Schnuller) - Körpernähe (beim Tragen und Stillen automatisch, sonst Kuscheln, Hand aufs Bäuchlein) - Geräusche (weißes Rauschen, Sssch-Laute, oder auch Vogelgezwitscher im Park) Den richtigen Zeitpunkt abzupassen kann schwierig sein, aber das musst du gar nicht, wenn du etwas flexibel bist und dich wegen dem Schlaf nicht verrückt machst. Meist bin ich mit Kinderwagen oder Trage losgezogen, wenn das Baby schon eine Weile wach war. Spazieren, einkaufen, was auch immer. Ob es dann nach 5 Minuten oder nach 30 Minuten einschläft, ist egal. Oder wenn ich selbst eine Pause gebraucht habe, habe ich im Liegen gestillt oder auf dem Sofa mit einem Buch. Entweder hat Baby dann noch eine Weile im Arm geschlafen, oder es war halt doch nicht müde genug, dann hatte ich zumindest die 20 Minuten Pause während des Trinkens. Wichtig ist sich zu erwähnen, dass sich der Schlaf im ersten Jahr oft ändert. Gerade wenn man sich gut eingespielt hat - Zack - Entwicklungsschub und es hakelt ein paar Tage, bis sich ein neuer Rhythmus eingestellt hat. Da hilft flexibel bleiben auch am besten, anstatt verzweifelt zu versuchen, den alten Rhythmus anzuwenden. Und das Bitte keine Vorwürfe und keinen zusätzlichen Stress machen! Manche Babys tun sich schwer mit dem einschlafen und da lässt sich Weinen nicht immer vermeiden. Du bist dann keine schlechte Mutter und schadest deinem Kind auch nicht. Wenn es so einfach wäre mit dem Schlaf, dann gäbe es nicht zig Ratgeber und Beratungsangebote 😉
Hallo Lavendel, ich hoffe du kannst mit einer Antwort jetzt noch was anfangen. Erstmal finde ich es erstaunlich, wie lange die Babys einiger Vorschreiberinnen in dem Alter schon wach sind. 🧐 Meines Wissens liegt die übliche Wachzeit in dem Alter bei 1-1,5 Stunden und 4-5 Schläfchen am Tag. Das kam für meine 3 Kids auch immer ganz gut hin. Wie lange besteht das Problem denn schon? Und ist es noch aktuell? Um die achte Woche herum passiert oft viel im Köpfchen des Babys, was für sehr viel Unruhe führen kann. Das gibt sich dann aber nach kurzer Zeit wieder. Ansonsten würde ich versuchen, sie in der Wachzeit ein wenig zu fördern. Aktiv mit ihr sprechen und sie dabei ansehe, spiele mit einem weichen Tuch, Fingerspiele, Bauchlage, etc und ihr, wenn ihr das einschlafen gerade schwer fällt, immer wenn sie zur Ruhe kommen sollen, stillen/Schnuller anbieten. Wenn sie in der Wohnung nicht für zur Ruhe kommt, dann hilft oft ein Spaziergang draußen in der Trage. Zumindest meine schliefen da oft besser ein. Und ansonsten braucht es Geduld. Das Nervensystem reift und irgendwann fällt es den Babys leichter sich zu regulieren und zur Ruhe zu kommen. Ich wünsche dir alles Gute! 🍀
Ihr Lieben! Vielen Dank für eure ganzen Anregungen und Antworten! Ich antworte erst so spät, da wir wirklich anstrengende Tage hinter uns hatten. Ich habe natürlich einige ausprobiert was ihr mir empfohlen habt.. meine Tochter ist nun 9 Wochen alt.. ich versuche immer noch ihre Müdigkeitsanzeichen besser zu lesen.. es gibt wachphasen die nach 30 Minuten tatsächlich schon vorbei sind, da sie glasige Augen bekommt und gähnt.. dann quengelt sie ganz kurz und schreit los bishin zum brüllen.. das passiert aber auch wenn sie 1,5 h wach ist.. vom "sie schläft schon ein wenn sie müde genug ist" war keine Spur.. sie schreit weiterhin jedes Mal beim Übergang in den Schlaf und schläft vor Erschöpfung ein.. aber ich habe sie trotzdem mehr in den Alltag integriert. Was mir auch gut tut, da ich mich zuhause wirklich eingeigelt habe.. Ich habe Strecken gesucht die ich draußen mit Kinderwagen oder Trage laufen kann, wo es nicht sofort Aufmerksamkeit erregt wenn sie brüllt.. das ist für mich eine gute Lösung.. sie ist im schnitt meist bis zu 60-90 Minuten wach, je nachdem wie lange sie zum einschlafen braucht.. manchmal waren auch Schläfchen dabei bei denen sie nur sehr kurz geweint hat! Gestern aber war z.B. ein Tag wo sie nur 3 Schläfchen am Tag hatte (zwei davon nur 30 Minuten) und sich jedes Mal sehr lange sehr extrem weggeschrien hat.. überall lese ich, dass man einfach durchhalten und akzeptieren muss. Da bin ich jetzt gerade dran 🫠 und den Ratschlag mit der frischen Luft will ich noch weiter testen und ausbauen.. Stillen am Abend hilft nur wenn sie sich vorher etwas "ausgeweint" hat.. wenn sie tagsüber dabei einschläft, dann nur 10 Minuten.. in den wachphasen haben wir nun auch etwas mehr unternommen und ich weiß langsam woran sie Freude hat..